Projekte / Kooperationen

 

Wir sind dabei!


Breites Bündnis der Zivilgesellschaft für UN-Bericht

In Berlin hat sich am 19. Januar ein breites Bündnis von Organisationen der Zivilgesellschaft, die „BRK-Allianz“ gegründet. Diese Allianz hat sich zum Ziel gesetzt, den ersten Staatenbericht der Bundesrepublik Deutschland zur Umsetzung der  UN-Behindertenrechtskonvention (BRK) durch einen „Parallelbericht“ kritisch zu kommentieren.

„Der Staatenbericht erweckt den Eindruck, dass es in Deutschland keinen  Umsetzungsbedarf zur Konvention gibt und dass für behinderte Menschen alles zum Besten geregelt sei. Die Verbände in diesem Bündnis werden jedoch dafür sorgen, dass dieser Anschein mit sachlich fundierten Aussagen korrigiert wird“, sagte Sigrid Arnade, eine der beiden SprecherInnen der Allianz.

In der Allianz haben sich insgesamt 73 Organisationen zusammengeschlossen, die das gesamte Spektrum der behindertenpolitisch arbeitenden Verbände in Deutschland repräsentieren. Sie kommen vor allem aus dem Bereich der Selbstvertretungsverbände behinderter Menschen, der Behindertenselbsthilfe und der Sozialverbände. Ebenso sind die Wohlfahrtsverbände, die Fachverbände der Behindertenhilfe und der Psychiatrie sowie Elternverbände und die Gewerkschaften ver.di und DGB dabei.

Ebenso wie der Staatenbericht soll der Parallelbericht dem UN-Fachausschuss für die Rechte von Menschen mit Behinderungen in Genf vorgelegt werden und die Lebenswirklichkeit der rund 10 Millionen behinderten Kinder, Frauen und Männer in Deutschland darstellen. Zur Koordinierung des Berichts wurde eine siebenköpfige Arbeitsgruppe berufen. Als Sprecherin und Sprecher für das Jahr 2012 wurden Dr. Sigrid Arnade von der Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland (ISL) und Dr. Detlef Eckert vom Allgemeinen Behindertenverband in Deutschland (ABiD) auf der Gründungsversammlung gewählt.

Die Geschäftsstelle der Allianz ist beim NETZWERK ARTIKEL 3 angesiedelt, das bereits die Schattenübersetzung der BRK erstellt hat. Sie wird anteilig von der Aktion Mensch gefördert.

Weitere Informationen sind auf der Website www.brk-allianz.de zu erhalten.

 


 

Das Projekt Inklusion in Sachsen

Am 26. März 2009 ist die UN-Behindertenrechtskonvention für Deutschland in Kraft getreten. Sie ist damit auch in Sachsen Gesetz. Denn im Text heißt es: „Die Bestimmungen dieses Übereinkommens gelten ohne Einschränkung oder Ausnahme für alle Teile eines Bundesstaats.“ [Art. 4 Abs. 5 ] Die in der Konvention enthaltenen Rechte von Menschen mit Behinderung sind sehr umfassend. Die Realität sieht häufig noch anders aus.
Für viele in der Konvention beschriebenen Bereiche sind die Bundesländer zuständig. Durch das Projekt „Inklusion in Sachsen“ erhält der Lebenshilfe Landesverband Sachsen die Möglichkeit, die Umsetzung der UN-Konvention mitzugestalten. Der Freistaat Sachsen fördert das Projekt.
Zahlreiche Partner ergänzen die Kompetenzen der Lebenshilfe dabei: Menschen mit Behinderung, ihre Angehörigen, Selbstvertretungsverbände, Fachleute, Politiker, Juristen und andere Wissenschaftler.


Weitere Informationen sind auf der Website www.inklusion-in-sachsen.de zu erhalten.

 


 

Das Projekt wird u.a. vom Elternverein "mittendrin e.V." aus Köln betrieben.

Wir wollen, dass unsere Kinder - ob mit oder ohne Behinderung - zusammen zur Schule gehen können.

Wir meinen: Wer als Erwachsener integriert leben will, sollte das als Kind schon lernen dürfen.

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 Seit nunmehr sechs Jahren ist die UN-Behindertenrechtskonvention für Deutschland rechtsgültig. Beim Aufbau eines inklusiven Bildungssystems aber hapert und hakt es noch an allen Enden. In NRW gibt es neben einigen anderen Bundesländern immerhin schon erste gesetzliche Anpassungen - auch wenn diese noch weit von Regeln für ein inklusives Bildungssystem entfernt sind. Andere Bundesländer haben noch gar nichts oder fast gar nichts getan oder versuchen sich politisch herauszuwinden.
 
Bei allen Unterschieden lässt sich die Situation in der Bundesrepublik aber auf einen Nenner bringen: Die Inklusion ist zwar in den Mündern, aber noch lange nicht in den Köpfen und Herzen der Menschen angekommen.
Im Gegenteil: Erleben wir doch zur Zeit den ersten großen Rückschlag in der öffentlichen und veröffentlichten Meinung - am heftigsten natürlich dort, wo der Aufbau inklusiver Bildung begonnen hat oder kurz vor der Entscheidung steht.
Überregionale Medien finden nichts dabei, das Ziel der inklusiven Bildung wieder grundsätzlich in Frage zu stellen - bzw. vorgeblich bedeutenden Menschen (Professoren, Politikern usw.) viel Platz einzuräumen, wenn sie behaupten, Inklusion sei ein Mißverständnis, eine spinnerte Idee, eine verquere Ideologie oder einfach nicht machbar oder auch wünschenswert. Die Sonderschullobby kämpft (erwartungsgemäß) um jeden einzelne Förderschule und vor allem dafür die Existenzberechtigung des Sondersystems neben womöglicher Inklusion zu zementieren. Lehrer- und Kommunalverbände haben sich angesichts durchaus berechtigter Ressourcenforderungen zum Teil in komplette Blockadehaltungen verstiegen (Wie machen Inklusion nur dann, wenn ...), und wie die ungeschminkte Meinung ist, kann man regelmäßig in den anonymen Beitragen der Foren von ZEIT, Spiegel online oder auch - besonders authentisch - z.B. bei News4Teachers nachlesen: unverblümte Forderungen nach Ausgrenzung, so dass einem übel werden kann.

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Am 27. September 2012 wird das Integrative Kunstfestival “Ohne Wenn und Aber” (OWA) mit der Auszeichnung “Ausgewählter Ort 2012? im bundesweiten Wettbewerb “365 Orte im Land der Ideen” geehrt. Der Wettbewerb wird von Initiative “Deutschland – Land der Ideen” gemeinsam mit der Deutschen Bank realisiert. “Hinter den ‘Ausgewählten Orten 2012' stehen Ideen, die begeistern – von Menschen, die echtes Engagement zeigen. Sie stehen für Fortschritt und Zukunft in Deutschland”, sagt Ellen Bischof von der Deutschen Bank. Aus über 2.000 Bewerbungen wählte die Expertenjury aus Wissenschaftlern, Wirtschaftsmanagern, Journalisten und Politikern das Integrative Kunstfestival “Ohne Wenn und Aber” als Preisträger aus. Die Preisverleihung findet ab 17:00 Uhr in der Galerie für Zeitgenössische Kunst (GfZK, Karl-Tauchnitz-Straße 09-11, 04107 Leipzig) statt.

In diesem Zusammenhang werden Ergebnisse des 2. Integrativen Kunstfestivals präsentiert, das sechs Tage zuvor, am 21. September, in den Räumen der GfZK Leipzig stattfinden wird. Das Festival wird ermöglicht durch eine Gemeinschaftsinitiative des Institutes für Förderpädagogik und des Institutes für Kunstpädagopgik der Universität Leipzig sowie der Förderschule Schloss Schönefeld. Am Festival nehmen Schülerinnen und Schüler aus sieben Leipziger Schulen teil (Förderschule Thonberg, Johannes Kepler Gymnasium, Martin Förderschule, Robinienhofschule, Schloss Schönefeld, Schule am Rosenweg, 94. Mittelschule) und setzen sich in Anlehnung an die Ausstellung CAGE100 (GfZK) in vier verschiedenen Workshops mit künstlerischen Techniken und Inhalten auseinander. Thematisch überschrieben wird das Festival mit “Verwandlung/Metamorphose”. Das Projekt trägt dazu bei, dass junge Menschen ungeachtet ihrer geistigen und körperlichen Voraussetzungen die Chance erhalten, voneinander und miteinander zu lernen. Der Projektträger ist die Landesarbeitsgemeinschaft “Gemeinsam leben – Gemeinsam Lernen  Eltern gegen Aussonderung Sachsen e.V”

 



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